Monti fordert Aufklärung der Handelsvorgänge bei Monte Paschi

Freitag, 25. Januar 2013, 10:13 Uhr
 

Rom (Reuters) - Italiens Ministerpräsident Mario Monti hat eine umfassende Aufklärung des Handelsskandals bei der italienischen Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena gefordert.

Zudem müsse die Aufsicht in Europa auf den Prüfstand gestellt werden, sagte Monti am Freitag in einem Telefoninterview im italienischen Rundfunk. Monti räumte ein, dass Monte Paschi der sozialdemokratisch orientierten Demokratischen Partei wegen ihrer historischen Verbindungen zu der Bank im Wahlkampf schaden könnte.

Die älteste Bank der Welt hatte am Donnerstag eingeräumt, mit Derivate- und anderen Handelsgeschäften einen Verlust von etwa 720 Millionen Euro verursacht zu haben. Die bereits im November beantragten 500 Millionen Euro an zusätzlichen Staatshilfen würden möglicherweise nicht reichen, um die Verluste zu decken. Noch ist kein Geld geflossen. An diesem Freitag sollen die Aktionäre dem Antrag auf Staatshilfe zustimmen. Die Aktien der Bank wurden am Freitag vom Handel zeitweise ausgesetzt.