In Suez zieht Armee auf - Neun Tote nach Zusammenstößen

Samstag, 26. Januar 2013, 12:40 Uhr
 

Kairo (Reuters) - In der ägyptischen Stadt Suez ist am frühen Samstagmorgen nach tödlichen Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten die Armee aufmarschiert.

Der Sicherheitschef von Suez, Adel Refaat, sagte im Staatsfernsehen, er habe das Militär um Verstärkung gebeten. Die Unterstützung sei erforderlich, bis "diese schwierige Zeit" vorüber sei. Die Armee versicherte auf Flugblättern, der Einsatz werde nur vorübergehend sein, um die Sicherheit in Suez zu gewährleisten.

Präsident Mohammed Mursi erklärte, der Staat werde nicht zögern, "die Kriminellen zu verfolgen und sie der Justiz auszuliefern". Zugleich rief er die Ägypter auf, die Prinzipien der Revolution zu achten und ihre Ansichten friedlich zu äußern.

Bei Protesten gegen Mursi waren in Suez zuvor sieben Demonstranten und ein Polizist erschossen worden. Einen neunten Toten gab es in der Stadt Ismailia, wie Ärzte berichteten. Landesweit wurden nach Behördenangaben 456 Menschen verletzt. Anlass waren Demonstrationen am zweiten Jahrestag des Aufstands gegen Mursis gestürzten Vorgänger Husni Mubarak.

 
Al Ahly fans, known as "Ultras", celebrate and shout slogans in front of the Al Ahly club after hearing the final verdict of the 2012 Port Said massacre in Cairo January 26, 2013. An Egyptian court on Saturday sentenced to death 21 people found guilty of involvement in the Port Said soccer stadium disaster in which 74 people died last year. Seventy-three people have been charged with involvement in the February 1, 2012 disaster at the end of a match between Cairo's Al Ahly and al-Masry, the local side. REUTERS/Mohamed Abd El Ghany (EGYPT - Tags: POLITICS CIVIL UNREST SPORT SOCCER CRIME LAW) - RTR3CZ53