Deutschland und Chile schließen Rohstoffabkommen

Samstag, 26. Januar 2013, 16:08 Uhr
 

Santiago de Chile (Reuters) - Deutschland und Chile haben am Samstag in Santiago de Chile ein Rohstoffabkommen unterzeichnet, das eine engere Zusammenarbeit im Bergbau vorsieht. Der beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel unterzeichnete Vertrag soll auch Investitionen deutscher Firmen in dem lateinamerikanischen Land erleichtern soll. Das Abkommen sowie eine begleitende politische Absichtserklärung des Bundeswirtschaftsministeriums knüpfen an Rohstoff-Partnerschaften an, die die Bundesregierung in den vergangenen zwei Jahren auf Betreiben der deutschen Wirtschaft etwa mit Kasachstan und der Mongolei geschlossen hat. Die Kooperation mit Chile ist zunächst aber sehr viel beschränkter.

Hintergrund ist die wachsende Sorge der deutschen Industrie, dass ihre Versorgungssicherheit etwa mit wichtigen Metallen gefährdet sein könnte, weil sich China weltweit Rohstoffvorräte zu sichern versucht. Chile ist der weltgrößte Kupferproduzent und besitzt auch wichtige Vorkommen etwa an Lithium und Silber.

Das Unternehmen K+S AGbetreibt seit Jahren eine große Salzabbau-Anlage im Norden des Landes. Der Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner sagte am Samstag gegenüber Reuters, dass seine Firma nach dem Ausbau des betriebseigenen Hafens im Norden Chiles auf eine Kapazität von acht Millionen Tonnen Salz jährlich nun auch die Produktion von derzeit sechs Millionen Tonnen erhöhen will. Neben der Belieferung der süd- und nordamerikanischen Märkte will die K+S AG künftig von Chile aus auch Industriesalze nach Asien liefern.