Merkel signalisiert Cameron Kompromissbereitschaft

Sonntag, 27. Januar 2013, 12:54 Uhr
 

Santiago de Chile (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in der Debatte um die britischen Reform-Vorschläge für die EU Kompromissbereitschaftsignalisiert.

"Zum Schluss wird man in Europa immer Kompromisse finden, dazu muss dann auch Großbritannien natürlich bereit sei", sagte Merkel am Samstag in Santiago de Chile mit Blick auf die Forderungen des britischen Premierminister David Cameron, dass die EU "flexibler und offener" werden müsse. Nach den Verhandlungen mit den EU-Partnern und den bisher für 2015 geplanten britischen Parlamentswahlen will er die Briten in einem Referendum abstimmen lassen, ob sie weiter der EU angehören wollten oder nicht.

"Er hat natürlich darauf hingewiesen, dass wir einige Dinge zu verändern haben. Darüber werden wir mit Großbritannien sprechen müssen", betonte Merkel. Dies werde in freundschaftlicher Art und Weise geschehen. "Bis dahin werden wir gut zusammenarbeiten." Cameron habe ihr in Davos nochmals bestätigt, dass er sein Land in der EU halten wolle. "Ich darf Sie also beruhigen: David Cameron und Großbritannien sind weiter Teil der EU."

Der chilenische Präsident Sebastian Piniera betonte, aus Sicht seines Landes wäre es gut, wenn Großbritannien in der EU bliebe. Zudem drängte er London zu einer schnellen Entscheidung. "Wichtig ist, keine Unsicherheit zu schaffen. Je schneller der Verbleib Großbritanniens geklärt ist, desto besser ist dies für Europa und alle anderen."

 
British Prime Minister David Cameron talks with German Chancellor Angela Merkel during the annual meeting of WEF in Davos, in this picture provided by Bundespresseamt January 24, 2013. REUTERS/Jesco Denzel / Bundespresseamt/Handout (GERMANY) ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS - RTR3CW0G