Philips speckt weiter ab - Umbau sorgt für Verlust

Dienstag, 29. Januar 2013, 08:20 Uhr
 

Amsterdam (Reuters) - Der Elektronikkonzern Philips treibt den Konzernumbau voran und verkauft sein Audio- und Videogeschäft für 150 Millionen Euro an die japanische Funai Electric.

Damit verabschiedet sich Philips nach dem Ausstieg aus dem TV-Geschäft von einem weiteren Traditionsbereich. Künftig haben die Niederländer an klassischen Elektro-Geräten nur noch solche für den Haushalt im Angebot - etwa Toaster, Rasierer und Kaffeemaschinen. "Mit dem Verkauf machen wir einen weiteren Schritt beim Umbau des Lifestyle-Bereichs", erklärte Philips-Chef Frans van Houten am Dienstag anlässlich der Vorlage der Quartalsbilanz. Im vierten Quartal rutschten die Niederländer erwartungsgemäß wegen Sonderposten in die Verlustzone.

Philips will sich künftig auf profitablere Geschäftsfelder konzentrieren. Das nun an Funai weitergereichte Geschäft mit Kopfhörern, Lautsprechern und Projektoren soll Philips aber noch Lizenzeinnahmen einbringen. Im vierten Quartal ergab sich ein Verlust von 355 Millionen Euro, wie der niederländische Konzern mitteilte. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verbesserte sich das Ergebnis (Ebita) leicht auf 875 Millionen Euro. Analysten hatten mit einem Verlust von 308 Millionen Euro gerechnet und einem operativen Ergebnis von 847 Millionen Euro. Der Umsatz fiel mit 7,16 Milliarden Euro im Rahmen der Erwartungen aus. Für das laufende Geschäftsjahr gab sich der Konzern optimistisch, die gesetzten Finanzziele zu erreichen. Das Umsatzwachstum werde zwar zunächst moderat bleiben, doch in der zweiten Jahreshälfte anziehen.