Bundesregierung dementiert neue Haltung zu Zypern-Hilfen

Mittwoch, 30. Januar 2013, 13:38 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Finanzhilfen für das angeschlagene Euro-Land Zypern kann es nach Angaben der Bundesregierung nur geben, wenn die Euro-Zone insgesamt gefährdet ist.

Das haben am Mittwoch sowohl Regierungssprecher Steffen Seibert als auch der Sprecher des Finanzministeriums betont. "Es gibt keine neue deutsche Haltung zu Zypern", wies Seibert einen entsprechenden Medienbericht zurück. "Deutschland und seine europäischen Partner haben bisher keine Entscheidung zu Zypern getroffen", betonte Seibert. Die Bedingungen seien für alle Antragsteller gleich. "Nur wenn Zyperns Probleme zu einer Gefährdung des gesamten Euro-Raumes führen, ist das Eingreifen der Partner gerechtfertigt, kann Hilfe aus europäischen Rettungsfonds gegeben werden." Zypern hatte im Sommer 2012 Hilfskredite in Höhe von 17,5 Milliarden Euro aus dem Euro-Rettungsfonds ESM beantragt. Der Sprecher des Finanzministeriums betonte, man rechne damit, dass die Euro-Finanzminister sich mit dem Thema erst im März nach den zyprischen Präsidentschaftswahlen beschäftigten.