Schneesturm hat Nordosten der USA fest im Griff

Samstag, 9. Februar 2013, 12:46 Uhr
 

Boston/New York (Reuters) - In den USA hat ein heftiger Schneesturm für massive Behinderungen gesorgt.

Im Nordosten des Landes mussten Hunderttausende Amerikaner ohne Strom auskommen, zudem wurden Tausende Flüge gestrichen. In Massachusetts, Rhode Island, Connecticut, New York und Maine wurde der Notstand ausgerufen. Eine Entspannung war am Samstag nicht in Sicht: Für die Regionen Boston und New York wurden mehr als 70 Zentimeter Neuschnee erwartet.

In Plymouth in Massachusetts wurde ein Atomkraftwerk abgeschaltet. Die Stromversorgung war nach Angaben der Regulierungsbehörde zusammengebrochen. Weder für Angestellte noch die Bevölkerung habe aber eine Gefahr bestanden. In dem Ostküsten-Bundesstaat untersagte der Gouverneur in einem ungewöhnlichen Schritt fast alle Autofahrten. In Connecticut durften nur noch Rettungsfahrzeuge die Bundesstraßen befahren. Im Bundesstaat New York kam ein Rentner bei einem Autounfall ums Leben. Auch der Zugverkehr, etwa zwischen New York und Boston, wurde massiv in Mitleidenschaft gezogen.

Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, ihre Häuser nur in Notfällen zu verlassen. Arbeitnehmer wurden angehalten, nicht zur Arbeit zu gehen. Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg rief die Bevölkerung auf, aus der Situation das beste zu machen - und die Zeit zum Kochen oder Filmgucken zu nutzen. Er selber wolle sein Schlafdefizit abbauen, sagte Bloomberg.

 
A snow plow blows snow in New York , February 8, 2013. REUTERS/Keith Bedford