Bund muss für kurzfristiges Geld wieder Zinsen zahlen

Montag, 11. Februar 2013, 11:48 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Der Bund muss für kurzfristige Anleihen wieder Zinsen zahlen.

Die Auktion von sechsmonatigen Wertpapieren (Bubills) spülte am Montag knapp 3,4 Milliarden Euro in die Staatskasse, teilte die für das Schuldenmanagement verantwortliche Finanzagentur mit. Dafür bekommen Anleger eine Durchschnittsrendite von 0,0203 Prozent. Noch Anfang Januar hatte der Bund eine kleine Prämie von den Investoren kassiert. Die Nachfrage war fast doppelt so hoch wie das Angebot.

Deutschland profitiert in der Schuldenkrise von seinem Ruf als sicherer Hafen. Bei 21 von 70 Auktionen im vergangenen Jahr musste der Staat nicht wie üblich Zinsen zahlen, sondern verdiente mit dem Schuldenmachen Geld. Inzwischen fassen Anleger wieder mehr Vertrauen in Krisenstaaten, was sich in niedrigeren Risikoaufschlägen für Papiere aus Ländern wie Italien und Spanien als zu Hochzeiten der Krise ausdrückt. Umgekehrt steigen die Zinsen für Bundesanleihen. Das Finanzministerium will sich dieses Jahr 250 Milliarden Euro leihen - fünf Milliarden Euro weniger als 2012.