Draghi sieht derzeit noch keinen Währungskrieg

Dienstag, 12. Februar 2013, 16:39 Uhr
 

Madrid (Reuters) - EZB-Präsident Mario Draghi sieht ungeachtet der Diskussion um einen globalen Abwertungswettlauf noch keine Anzeichen für einen solchen internationalen Währungskrieg.

"Dieser Begriff ist sehr, sehr übertrieben. Wir sehen nichts dergleichen", sagte Draghi am Dienstag in Madrid nach einem Treffen mit spanischen Parlamentsabgeordneten. Die EZB sei sich bewusst, dass das Wechselkursniveau sowohl für die Konjunktur als auch für die Teuerung von Bedeutung sei, bekräftigte er frühere Aussagen, die an den Börsen als Hinweis auf mögliche künftige Eingriffe der Notenbank in den Devisenmarkt interpretiert worden waren.

Am Vormittag hatten die sieben führenden Industriemächte (G7) in einer Erklärung aktive Währungsanpassungen verurteilt. In Kreisen der G7-Nationen hieß es zudem, man sorge sich um die Folgen der Währungspolitik Japans. Das Land versucht derzeit den Yen im Interesse seiner Exporteure zu schwächen.