Renault peilt trotz Auto-Krise Gewinn an - Börse erfreut

Donnerstag, 14. Februar 2013, 14:22 Uhr
 

Paris (Reuters) - Renault nimmt sich trotz der Autokrise in Europa in diesem Jahr einen Umsatzanstieg und die Rückkehr seines Kerngeschäftes in die Gewinnzone vor.

Die steigende Nachfrage außerhalb Europas soll dabei für Wachstum sorgen, während der französische Hersteller auf dem weiter schrumpfenden europäischen Markt mit neuen Modellen punkten will.

Zwar hat die Marke "Renault" zuletzt in Europa arg gelitten, aber der Konzern profitierte im vergangenen Jahr von seinem gut 43-prozentigen Anteil am japanischen Hersteller Nissan und dem robusten Absatz seiner preisgünstigen Modelle in Schwellenländern. Damit steht Renault deutlich besser da als sein heimischer Rivale Peugeot: Diesem brockten gewaltige Abschreibungen im vergangenen Jahr einen Verlust von fünf Milliarden Euro ein.

Renault verdiente 2012 nach Angaben vom Donnerstag mit netto 1,77 Milliarden Euro rund 15 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz sank um drei Prozent auf 41,27 Milliarden Euro. Branchenexperten zeigten sich besonders beeindruckt von dem unerwartet hohen Kapitalzufluss von 597 Millionen Euro. "Das kann man angesichts fallender Umsätze nur als Magie bezeichnen", sagte David Arnold von Credit Suisse. Die Aktie legte im frühen Handel in Paris mehr als sechs Prozent zu.

In seiner Auto-Sparte will Renault in diesem Jahr einen Gewinn verbuchen, nachdem 2012 abgesehen von Sonderposten ein Minus von 25 Millionen Euro unter dem Strich stand. Renault geht davon aus, dass der globale Automarkt in diesem Jahr um drei Prozent wächst, während der Markt in Europa um mindestens drei Prozent schrumpfen wird. Konzernchef Carlos Ghosn verzichtet angesichts der Stellenstreichungen in diesem Jahr auf einen Teil seines Bonus, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

 
The Renault company logo is displayed on the front of a car dealership in Andernos, Southwestern France, February 12, 2013. French carmaker Renault presents its 2012 annual results Thursday as the gravity of the French auto industry's crisis continues. Picture taken February 12, 2013. REUTERS/Regis Duvignau (FRANCE - Tags: TRANSPORT BUSINESS) - RTR3DQEJ