Konzernumbau drückt Puma im Schlussquartal in die roten Zahlen

Donnerstag, 14. Februar 2013, 10:20 Uhr
 

Herzogenaurach (Reuters) - Der größte Konzernumbau seit 20 Jahren hat den Sportartikelhersteller Puma im Schlussquartal unerwartet in die Verlustzone gedrückt und den Jahresgewinn weitgehend aufgefressen.

Trotz deutlicher Umsatzzuwächse stand im Zeitraum Oktober bis Dezember ein Verlust von 42,6 Millionen Euro zu Buche, wie Puma am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten trotz der Umbaukosten einen kleinen Überschuss von 10,1 Millionen Euro erwartet. Im Gesamtjahr schrumpfte der Überschuss um mehr als zwei Drittel auf 70,2 Millionen Euro. Für 2012 will Puma nun eine Dividende von nur 50 Cent zahlen, nach noch zwei Euro im Vorjahr.

Vor allem für die Restrukturierung verbuchte Puma im vierten Quartal Sondereffekte von 98,2 Millionen Euro, nachdem es im dritten Quartal bereits 79,3 Millionen Euro gewesen waren. Die Umsätze zogen im Schlussquartal noch einmal um 11,7 Prozent an auf 804,7 Millionen Euro, so dass Puma im Gesamtjahr 3,27 Milliarden Euro erlöste, 8,7 Prozent mehr als 2011. Auch 2013 werde ein Übergangsjahr werden, allerdings mit steigenden Gewinnen, kündigte Vorstandschef Franz Koch an.

 
Usain Bolt of Jamaica sports new running shoes after the ninth men's 100 metres heats during the world athletics championships at the Olympic stadium in Berlin, August 15, 2009. REUTERS/Michael Dalder (GERMANY) - RTR26Q7G