Gericht verhandelt Millionen-Klage gegen Fluglotsen

Freitag, 15. Februar 2013, 08:07 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Das Frankfurter Arbeitsgericht verhandelt heute (Freitag) die bislang größte Schadenersatzklage gegen die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF).

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport, die Lufthansa und Air Berlin fordern wegen eines Streiks von der Gewerkschaft insgesamt 9,5 Millionen Euro Schadenersatz - etwa fünf Millionen davon entfallen auf Fraport. Hintergrund der Klage ist der Tarifkonflikt am Frankfurter Airport vor einem Jahr. Im Februar 2012 hatten 200 Vorfeld-Beschäftigte mit Unterbrechungen zwei Wochen lang die Arbeit ruhen lassen - rund 1800 Flüge fielen aus. Erst das Frankfurter Arbeitsgericht stoppte den Streik und erklärte den Ausstand für illegal.

Der Prozess ist für die GdF heikel, da im Gegensatz zu den bisherigen Verfahren mit Fraport erstmals ein direkt bestreiktes Unternehmen klagt und nicht nur mittelbar betroffene wie Airlines. Ähnliche Klagen der Fluggesellschaften wegen Streikaufrufen der GdF waren vergangenes Jahr in erster Instanz abgewiesen worden.

 
A flight schedule board showing cancelled flights of German air carrier Lufthansa is pictured at the Fraport airport in Frankfurt, September 7, 2012. REUTERS/Kai Pfaffenbach