Ecuador entscheidet über zweite Amtszeit von Correa

Sonntag, 17. Februar 2013, 11:55 Uhr
 

Quito (Reuters) - In Ecuador stellt sich heute (Sonntag) Präsident Rafael Correa zur Wiederwahl.

Der Linkspolitiker kann Umfragen zufolge mit einem klaren Sieg bereits in der ersten Runde rechnen. Der 49-jährige Ökonom hat in den vergangenen sechs Jahren die Sozialausgaben in dem südamerikanischen Land erhöht. Zudem erleichterte er einkommensschwachen Familien den Zugang zum Bildungs- und Gesundheitswesen.

Im Streit mit Ölkonzernen setzte Correa 2010 neue Verträge durch, die Ecuador einen größeren Anteil an den Bodenschätzen des Landes sicherten. Kritiker werfen dem Freund des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez vor, Investoren aus dem Land zu vergraulen. Zuletzt machte Correa auch Schlagzeilen, als er dem WikiLeaks-Gründer Julian Assange politisches Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London gewährte.

Correa bewirbt sich für eine Amtszeit von vier Jahren. Für einen Sieg in der ersten Runde benötigt er 50 Prozent der Stimmen oder 40 Prozent bei einem Vorsprung von mindestens zehn Punkten auf den Zweitplatzierten. Seine Herausforderer rangieren in Umfragen aber weit abgeschlagen bei je unter zehn Prozent.

 
Ecuador's President Rafael Correa gestures to supporters during his closing political rally in Guayaquil February 13, 2013. REUTERS/Gary Granja (ECUADOR - Tags: POLITICS ELECTIONS)