Anstieg der Importe brockt Japan Rekord-Handelsdefizit ein

Mittwoch, 20. Februar 2013, 08:20 Uhr
 

Tokio (Reuters) - Ein unerwartet starker Anstieg der Energieimporte hat das Außenhandels-Defizit Japans auf einen Rekordwert getrieben.

Das Minus belief sich im Januar amtlichen Angaben vom Mittwoch zufolge auf 1,6 Billionen Yen (knapp 13 Milliarden Euro). Während die Importe insgesamt überraschend kräftig um 7,3 Prozent zulegten, belief sich der Anstieg der Exporte gegenüber dem Vorjahr auf 6,4 Prozent.

Volkswirten zufolge sind die Handelsdaten ein neuer Beleg für die Gefahren, die von den wirtschaftlichen Plänen der neuen Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe ausgehen können, die eine weitere Schwächung des Yen zur Folge haben können. Dies könnte zwar die Exporte ankurbeln, würde aber gleichzeitig die Importe weiter verteuern.

 
A man walks up a flight of stairs in Tokyo February 20, 2013. Tight-fisted companies in Japan may prove the biggest obstacle in Prime Minister Shinzo Abe's plan to push the sluggish economy into higher gear as they intend to keep a firm lid on wage levels, a Reuters survey shows. Abe has directly appealed to Japan's biggest business lobbies to raise salaries and break more than two decades of falling average wage levels, aware of how critical rising incomes are if Japan is finally to emerge from years of deflation. To match Exclusive JAPAN-ECONOMY/WAGES REUTERS/Toru Hanai (JAPAN - Tags: POLITICS BUSINESS EMPLOYMENT)