Inflationsrate fällt trotz höherer Strompreise auf 1,7 Prozent

Mittwoch, 20. Februar 2013, 08:07 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Trotz höherer Strompreise ist die Inflationsrate in Deutschland im Januar deutlich gefallen.

Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich 1,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Das ist der niedrigste Stand seit Juni 2012. Die Teuerungsrate liegt damit wieder unter der Marke von zwei Prozent, bis zu der die Europäische Zentralbank von stabilen Preisen spricht. Im Dezember hatte sie noch diesen Wert erreicht.

Allein der Wegfall der Praxisgebühr für Arztbesuche drückte die Inflationsrate um 0,2 Punkte. Preistreiber waren dagegen erneut Energie und Lebensmittel. Strom verteuerte sich um 12,1 Prozent, nachdem zahlreiche Versorger ihre Tarife zu Jahresbeginn angehoben hatten. Nach Angaben des des Vergleichsportals Verivox haben 79 Versorger für Februar und März neue Preiserhöhungen von durchschnittlich zwölf Prozent angekündigt. Für Nahrungsmittel mussten die Verbraucher 4,5 Prozent mehr hinblättern.

Die Bundesbank erwartet in diesem Jahr eine Teuerungsrate von durchschnittlich 1,5 Prozent. Für 2014 werden 1,6 Prozent vorhergesagt.

 
A couple looks into a shop window of a jeweller in the city centre of Frankfurt December 18, 2012. With record low interest rates providing little incentive to open a bank account, canny Germans are choosing a more glamorous place to put their money this Christmas - jewellery. Picture taken December 18, 2012. TO GO WITH STORY GERMANY-SHOPPING/JEWELLERY REUTERS/Lisi Niesner (GERMANY - Tags: BUSINESS SOCIETY)