Zypern wählt neuen Staatschef in Stichwahl

Sonntag, 24. Februar 2013, 13:16 Uhr
 

Nikosia (Reuters) - Im hoch verschuldeten Euro-Land Zypern hat die zweite und entscheidende Runde der Wahl eines neuen Präsidenten begonnen.

Aussichtsreichster Kandidat in der Stichwahl am Sonntag ist der Konservative Nikos Anastasiades, der in der ersten Runde mit 45,4 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit nur knapp verfehlt hatte. Der 66-jährige Anwalt tritt gegen den von den Kommunisten unterstützten Kandidaten Stavros Malas an. Malas lag vor einer Woche mit 26,9 Prozent der Stimmen deutlich zurück. Der scheidende Staatschef Demetris Christofias von der Kommunistischen Partei war nicht noch einmal angetreten. Bei der Stichwahl wird eine geringere Beteiligung als in der ersten Runde erwartet. Wahlberechtigt sind eine halbe Million griechischer Zyprer.

Auf den Wahlsieger kommt die Aufgabe zu, mit den Geldgebern von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds die Bedingungen für ein milliardenschweres Hilfspaket auszuhandeln. Investoren an den Finanzmärkten hoffen auf einen Wahlsieg des rechtskonservativen Kandidaten Anastasiades, der eine schnelle Einigung über das Hilfspaket von 17,5 Milliarden Euro erreichen will. Malas steht den damit verbundenen Sparmaßnahmen kritischer gegenüber als der konservative Kandidat. Nach dem Schuldenschnitt für Griechenland waren die vergleichweise überdimensionierten Banken in Zypern in Not geraten.

 
Cyprus presidential candidate Nicos Anastasiades of the right wing Democratic Rally party (R) casts his ballot with his grandson Andis at a polling station in Limassol February 24, 2013. Cypriots started voting in a runoff on Sunday to elect a president who must clinch a bailout deal for the island nation to avoid a financial meltdown that would revive the euro zone crisis. Conservative leader Anastasiades, who favors hammering out a quick deal with foreign lenders, is favored to win against Communist-backed rival Stavros Malas, who is more wary of the austerity terms accompanying any rescue. REUTERS/Yorgos Karahalis (CYPRUS - Tags: POLITICS ELECTIONS)