Daimler erwartet keinen Einstieg von Staatsfonds CIC

Montag, 25. Februar 2013, 09:24 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Daimler erwartet keinen Einstieg des chinesischen Staatsfonds CIC beim Stuttgarter Autobauer.

"Nein, damit rechne ich nicht", sagte Finanzchef Bodo Uebber dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). "Es wird ja oft darüber spekuliert, dass wir einen weiteren Ankeraktionär neben Kuwait suchen, aber das ist nicht richtig." Grundsätzlich freue sich der Autobauer natürlich über jeden langfristig orientierten Investor.

Mitte Januar hatten Spekulationen über einen möglichen Einstieg von CIC die Daimler-Aktie beflügelt. Befeuert wurden die Gerüchte von einem Bericht auf der chinesischen Internet-Seite "People's Daily Online", wonach die China Investment Corporation vier bis zehn Prozent der Anteile an dem Autobauer übernehmen wolle. Vor Weihnachten hatte Daimler in China bei Investoren die Werbetrommel gerührt, zudem hatte Vorstandschef Dieter Zetsche öffentlich um neue langfristig orientierte Aktionäre geworben.

Größter Aktionär bei Daimler ist - nach dem Ausstieg des Staatsfonds Aabar aus dem arabischen Emirat Abu Dhabi - das Golf-Emirat Kuwait mit 7,6 Prozent der Anteile. Aabar hatte sich im Herbst 2012 nach fehlgeschlagenen Derivate-Geschäften endgültig von seinen Daimler-Papieren getrennt.

 
A worker fixes an emblem to a hub cap as he assembles a Mercedes-Benz C-class car at their plant in Sindelfingen near Stuttgart February 5, 2013. Daimler AG with its Mercedes-Benz car group, will hold their annual new conference on Friday. REUTERS/Michael Dalder(GERMANY - Tags: TRANSPORT BUSINESS EMPLOYMENT)