Swiss Life hält nach Gewinneinbruch Dividende stabil

Mittwoch, 27. Februar 2013, 08:32 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Millionenschwere Abschreibungen auf die Finanzmakler-Tochter AWD haben den Gewinn von Swiss Life 2012 zusammenschmelzen lassen.

Der Überschuss brach im vergangenen Jahr um 85 Prozent auf 93 Millionen Franken ein, wie der größte reine Lebensversicherer der Schweiz am Mittwoch mitteilte. Trotzdem will Swiss Life, wie bereits im November angekündigt, 4,50 Franken Dividende je Aktie ausschütten - gleich viel wie im Vorjahr.

Der Zürcher Konzern schrieb 578 Millionen Franken auf den Firmenwert von AWD ab und kippte den Firmennamen. Die deutsche Finanzmakler-Tochter erfüllte die hohen Erwartungen nie und ist in Deutschland und Österreich in Rechtsstreitigkeiten verwickelt. Im vergangenen Jahr sank der AWD-Umsatz um 13 Prozent und weitere acht Prozent der Berater verließen das Unternehmen. "Eine weitere Goodwill-Abschreibung ist sehr unwahrscheinlich", sagte Konzernchef Bruno Pfister. AWD stehe noch mit 754 Millionen Franken in den Büchern von Swiss Life. 2008 hatten die Schweizer den vom illustren Unternehmer Carsten Maschmeyer gegründeten Finanzdienstleister für umgerechnet 1,8 Milliarden Franken gekauft.

Die Prämieneinnahmen gingen leicht auf 17,05 Milliarden Franken (14 Milliarden Euro) zurück. Gewachsen ist der Konzern lediglich im Heimmarkt, der knapp die Hälfte des Geschäfts ausmacht. Im zweitgrößten Markt Frankreich sowie in Deutschland gingen die Einnahmen zurück, auch das Geschäft mit steuerbegünstigten Lebensversicherungen war rückläufig.

Swiss Life hat im November ein neues Sparprogramm aufgelegt. Im Rahmen dessen sollen bis zu 400 Stellen gestrichen werden, ein Großteil davon in Deutschland. Der Konzern hat sich eine um Sonderposten bereinigte Eigenkapitalverzinsung von acht bis zehn Prozent auf die Fahnen geschrieben. 2012 waren es 8,6 Prozent.