Bankenkredite in der Euro-Zone fließen noch spärlicher

Mittwoch, 27. Februar 2013, 10:14 Uhr
 

Frankfurt/Berlin (Reuters) - Die Summe der an Firmen und Privathaushalte der Euro-Zone vergebenen Bankkredite ist stärker gesunken als erwartet.

Sie nahm im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,9 (Dezember: minus 0,7) Prozent ab, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch in Frankfurt mit. Von Reuters befragte Analysten hatten einen Rückgang von 0,6 Prozent vorausgesagt.

Das Wachstum der für die Zinspolitik der EZB wichtigen Geldmenge M3 lag bei 3,5 (Dezember: revidiert 3,4) Prozent und damit über dem von Analysten erwarteten Wert von 3,2 Prozent. Im gleitenden Dreimonatsdurchschnitt (November bis Januar) erhöhte sich M3 ebenfalls um 3,5 Prozent.

M3 umfasst unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten, kurzfristige Geldmarktpapiere sowie Schuldverschreibungen mit bis zu zwei Jahren Laufzeit. Eine stark wachsende Geldmenge signalisiert potenzielle Inflationsgefahr.