Japans Regierung nominiert Kuroda als neuen Notenbankchef

Donnerstag, 28. Februar 2013, 07:59 Uhr
 

Tokio (Reuters) - Die japanische Regierung hat wie erwartet Haruhiko Kuroda als Chef der Notenbank nominiert.

Kuroda ist Anhänger einer ultra-laxen Geldpolitik und liegt damit mit Regierungschef Shinzo Abe auf einer Linie. Beide wollen die Notenpresse noch schneller rotieren lassen, um das asiatische Land aus der Wirtschaftskrise zu führen. Zudem wurden Kikuo Iwata, der sich für ungewöhnliche Schritte zur Lockerung der Geldpolitik starkmacht, und Notenbanker Hiroshi Nakaso als Stellvertreter nominiert, wie Genichiro Sata von der Regierungspartei am Donnerstag bekanntgab. Die Personalien müssen nun von beiden Kammern des Parlaments abgenickt werden. Da Abe im Oberhaus die nötige Mehrheit fehlt, ist er auf Stimmen der Opposition angewiesen.

Die Nachfolge an der Spitze der Notenbank wird nötig, da der geldpolitisch relativ gemäßigt agierende Zentralbankchef Masaaki Shirakawa am 19. März abtritt. Der Notenbanker, der mit Abe überkreuz liegt, hatte sich gegen den wachsenden Druck der Regierung gestemmt und damit die noch junge Unabhängigkeit der BOJ zu wahren versucht.

 
Asian Development Bank President Haruhiko Kuroda speaks during a group interview in Tokyo in this February 11, 2013 file photo. The Japanese government has nominated Kuroda to be the next governor of the Bank of Japan, a lawmaker said on February 28, 2013. REUTERS/Toru Hanai/Files