Alcoa-Gewinn bleibt trotz Einbruch über Erwartungen
New York (Reuters) - Der US-Aluminiumkonzern Alcoa hat die Berichtssaison der großen US-Börsenunternehmen trotz eines Gewinneinbruchs mit einem positiven Signal eröffnet.
Das Unternehmen erzielte im zweiten Quartal mehr Umsatz und Gewinn als an den Börsen erwartet. Die höheren Aluminiumpreise und stärkeren Verkäufe hätten die gestiegenen Kosten ausgeglichen, teilte der Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss mit.
Der Nettogewinn fiel mit 546 Millionen Dollar deutlich unter die Marke von 715 Millionen Dollar aus dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auf die Anteilsscheine umgerechnet erzielte Alcoa damit aber 66 Cent je Aktie und damit zwei Cent mehr als von den Analysten mit 64 Cent erwartet. Auch der Umsatz ging auf 7,6 Milliarden Dollar von knapp 8,1 Milliarden Dollar zurück. Die von Reuters befragten Analysten hatten allerdings mit noch weniger gerechnet. Sie hatten 7,2 Milliarden Dollar geschätzt.
"Der Umsatz lag über den Schätzungen", sagte Charlie Smith von Fort Pitt Capital Group. "Außerdem sieht es so aus, als ob jede Sparte besser abgeschnitten hat als im ersten Quartal." Alcoa sei es offenbar gelungen, die höheren Kosten an die Kunden weiterzureichen, sagte Jeremy Blackman von Hester Capital Management, die Alcoa-Aktien in ihrem Portfolio haben. Bemerkenswert sei, dass dies trotz einer relativ schwachen Nachfrage bei den Endverbrauchern von Branchen wie Automobil oder Baugewerbe möglich gewesen sei.
Im nachbörslichen Handel legten die Anteilsscheine um 5,2 Prozent zu, nachdem sie im Verlauf des Tages mehr als drei Prozent auf 32,33 Dollar abgegeben hatten.
Alcoa ist traditionell der erste US-Industriekonzern, der Auskunft über seine Geschäftszahlen im abgelaufenen Quartal gibt. Die Zahlen werden deshalb von Börsianern stets mit besonderer Spannung erwartet.
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