Telekommunikationsfirmen sagen Schäuble ab- Thema Spitzel-Affäre
Berlin (Reuters) - Korb für Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble: Die meisten Telekommunikations-Firmen werden an dem von ihm geplanten Gespräch über die Bespitzelungsaffäre bei der Deutschen Telekom nicht teilnehmen.
Zu dem für Montag anberaumten Treffen kämen außer der Deutschen Telekom selbst nur der Branchenverband Bitkom und der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Die Absagen wollte sie nicht bewerten. Bei dem Treffen soll es um einen wirksameren Datenschutz in Unternehmen gehen.
Die Sprecherin bestätigte einen Vorabbericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe), wonach Vodafone, Arcor, E-Plus, die spanische Telefonia und deren deutsche Tochter O2 keinen Vertreter ins Innenministerium schicken wollten.
Die Telekom hat eingeräumt, dass zwischen 2005 und 2006 mindestens ein Jahr lang Telefondaten ausspioniert worden sind. Ziel soll es gewesen sein, die Veröffentlichung von vertraulichen Informationen zu unterbinden.
© Thomson Reuters 2009 Alle Rechte vorbehalten.

