Opposition Simbabwes: Mugabe plant Einsatz von Gewalt

Samstag, 5. April 2008, 16:58 Uhr
 

Harare (Reuters) - Die Opposition in Simbabwe hat Amtsinhaber Robert Mugabe vorgeworfen, das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen der vergangenen Woche mit Gewalt ändern zu wollen.

Mugabe bereite einen "Krieg gegen die Bevölkerung" vor und lasse vor der Stichwahl Sicherheitskräfte aufmarschieren, sagte der Anführer der oppositionellen Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC), Morgan Tsvangirai, am Samstag auf einer Pressekonferenz. Eine Stichwahl sei jedoch nicht nötig, da seine Partei die Wahlen gewonnen habe.

Zuvor hatten bewaffnete Polizisten MDC-Anwälte daran gehindert, die Veröffentlichung der Ergebnisse der Präsidentschaftswahl gerichtlich zu erzwingen. Die Sicherheitskräfte verwehrten den MDC-Anwälten den Weg in das Gerichtsgebäude. Sie hätten auch gedroht zu schießen, sagte einer der Anwälte. Die Anhörung sei nun auf Sonntagmittag verschoben worden.

Eine Woche nach dem Urnengang hat die simbabwische Wahlkommission noch immer kein Ergebnis für die Präsidentenwahl veröffentlicht. Die MDC hat erklärt, ihr Kandidat Tsvangirai habe gewonnen und müsse daher zum Präsidenten erklärt werden. Hochrechnungen der Regierungspartei Zanu-PF und unabhängiger Beobachter zufolge hat Tsvangirai jedoch nicht die absolute Mehrheit erhalten, die nötig ist, um eine Stichwahl zu vermeiden.

Unterdessen erklärte Südafrikas Präsident Thabo Mbeki, die internationale Gemeinschaft solle zunächst die Ergebnisse der Wahl abwarten. Er glaube, dass die Lage derzeit unter Kontrolle sei, sagte Mbeki bei seiner Ankunft auf einer Konferenz nahe London.

 
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