Birma öffnet Hafen in Rangun für Hilfslieferungen
Bangkok (Reuters) - Die Militärjunta in Birma hat nach thailändischen Angaben erstmals nach dem verheerenden Wirbelsturm "Nargis" den Hafen in Rangun wieder geöffnet, um Hilfslieferungen aus dem Ausland zu empfangen.
Die Generäle hätten andere Länder darum gebeten, Schiffe mit Hilfsgütern nach Rangun zu schicken, sagte ein thailändischer Regierungssprecher am Montag. Vor allem Schiffe mit Baumaterial zum Wiederaufbau sollten den Thilawa-Hafen der Metropole ansteuern. Thailand werde dem Nachbarland am Mittwoch über den Seeweg 480.000 Liter Treibstoff schicken, fügte er hinzu. Am Montag machte sich zudem ein erstes Flugzeug mit Hilfsgütern aus den USA auf den Weg nach Birma. Die Maschine, die von einem thailändischen Militärstützpunkt aus startete, hat Wasser, Moskitonetze und Decken geladen. Die Regierung in Washington äußerte sich hoffnungsvoll, dass die Militärjunta künftig weitere Flüge in das stark abgeschottete Land genehmigen werde.
Seit "Nargis" vor gut einer Woche große Regionen des südostasiatischen Landes in Trümmer legte, hat die birmanische Militärregierung trotz intensivster internationaler Bemühungen kaum Helfer ins Land gelassen. Die Lage in dem verarmten Land droht mittlerweile vollständig zu eskalieren. Die Vereinten Nationen gehen inzwischen davon aus, dass bei dem Wirbelsturm mehr als 100.000 Menschen ums Leben kamen. Außerdem werden rund 220.000 Personen vermisst. Zwischen 1,2 und 1,9 Millionen Menschen kämpfen nach Einschätzung der UN in den zerstörten Regionen ums Überleben.
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