IAEA: Iran will offene Fragen zu Atomprogramm zügig beantworten
Wien (Reuters) - Der Iran hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zugesagt, die bislang ungeklärten Fragen zu Art und Umfang seines Nuklearprogramms innerhalb von vier Wochen zu beantworten.
Bereits zur Verfügung gestellt habe die Islamische Republik Informationen über seine Bemühungen zur Entwicklung einer modernen Generation von Zentrifugen für die Urananreicherung, teilte die UN-Behörde am Sonntag nach zweitägigen Gesprächen ihres Generalsdirektors Mohamed ElBaradei in Teheran mit. Der IAEA-Chef war dort unter anderem mit dem Obersten Führer Irans, Ajatollah Ali Chamenei, sowie mit Präsident Mahmud Ahmadinedschad zusammengetroffen.
Im August hatte der Iran zugesagt, die offenen Fragen der Atominspektoren zu seinen früheren Nuklearaktivitäten bis Ende 2007 zu beantworten. Einige der strittigsten Punkte waren aber bislang ungeklärt geblieben. Ein Diplomaten im Umfeld der IAEA hatte vor der Reise ElBaradeis gesagt, die Untersuchungen der Behörde befänden sich in der Endphase. So nehme der Iran inzwischen Stellung zu Vorwürfen der US-Geheimdienste, das Land habe in der Vergangenheit versucht, Atommaterial waffenfähig zu machen.
Westliche Regierungen verdächtigen die Islamische Republik, nach Atomwaffen zu streben, während die Regierung in Teheran von einem friedlichen Programm zur Energiegewinnung spricht. Der UN-Sicherheitsrat hat wegen des Streits bereits zwei Mal Sanktionen gegen den Iran verhängt, die USA streben eine dritte Runde Strafmaßnahmen an.
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