Chinas Regierung schickt weitere Soldaten ins Erdbebengebiet

Donnerstag, 15. Mai 2008, 08:58 Uhr
 

Dujiangyan (Reuters) - Mit zusätzlichen Soldaten und Geräten versuchen die chinesischen Behörden, die Rettungsarbeiten nach dem schweren Erdbeben im Südosten des Landes zu beschleunigen.

Staatlichen Medien zufolge schickte die Regierung 90 weitere Hubschrauber in das Katastrophengebiet. Zusammen mit den dort bereits eingesetzten 20 Helikoptern sollten sie helfen, den Rettungskräften Zugang zu den Gegenden zu verschaffen, deren Straßenverbindungen durch das Beben zerstört wurden. Außerdem habe das Ständige Komitee der Kommunistischen Partei am Mittwochabend zusätzliche Soldaten und Fallschirmjäger in das Erdbebengebiet beordert.

Die offizielle Zahl der Toten wurde am Donnerstagmorgen unverändert mit 14.463 angegeben. Sie dürfte jedoch weiter steigen, weil noch Tausende Menschen unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermutet werden. Allein in Shifang, einer Kleinstadt in der am schwersten betroffenen Provinz Sichuan, wurden 30.000 der rund 430.000 Einwohner vermisst, wie örtliche Behördenvertreter der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua sagten. Die Behörden warnten angesichts erwarteter Regenfälle zudem vor Dammbrüchen und Erdrutschen.

 
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