FAZ: China will gegen Ministertreffen mit Dalai protestieren
Berlin (Reuters) - China will einem Zeitungsbericht zufolge gegen das geplante Treffen von Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul mit dem Dalai Lama Protest einlegen.
Dies habe die chinesische Botschaft in Berlin angekündigt, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vorab aus ihrer Donnerstagausgabe. "Wir bleiben konsequent", sagte Botschaftsrat Junhui Zhang dem Blatt. "Wir sind dagegen, dass ein deutsches Regierungsmitglied den Dalai Lama empfängt und dass Deutschland ihm überhaut die Einreise erlaubt."
Das geistliche Oberhaupt der Tibeter trifft am Donnerstag zu einem mehrtägigen Besuch in Deutschland ein. Die Begegnung des Mönchs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im vorigen Herbst hatte diplomatische Verstimmungen mit China ausgelöst. Die Volksrepublik wirft dem Dalai Lama Separatismus vor und hat die jüngsten Proteste in der Himalaya-Region Tibet im März gewaltsam niedergeschlagen.
In den vergangenen Tagen war die Regierung von Menschenrechtsgruppen und Teilen der Opposition dafür kritisiert worden, dass es während des jetzigen Besuchs des tibetischen Oberhaupts keine Pläne für ein Treffen mit einem Vertreter der Bundesregierung gebe. Das Gespräch mit Wieczorek-Zeul am Montag in Berlin soll nach den Worten eines Regierungssprechers nicht im Ministerium stattfinden. Der genaue Ort stehe noch nicht fest.
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