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Ausland | Freitag, 11. Januar 2013, 07:35 Uhr

Tschechen wählen Nachfolger von Präsident Klaus

Prag In Tschechien geht die Ära von Präsident Vaclav Klaus zu Ende. Heute und morgen wählt das Nachbarland Deutschlands den Nachfolger des 71-Jährigen, der nach zwei fünfjährigen Amtszeiten nicht erneut antreten darf.

Das Rennen um den Posten ist Umfragen zufolge völlig offen. Sicher ist lediglich, dass der nächste Präsident Tschechiens europafreundlicher als Klaus sein dürfte. Als am wahrscheinlichsten gilt, dass es zu einer Stichwahl zwischen den beiden früheren Ministerpräsidenten Milos Zeman und Jan Fischer kommt. Zeman stand von 1998 bis 2002 an der Spitze des Kabinetts, Fischer von 2009 bis 2010. Während Fischer als unabhängiger Kandidat antritt, wird Zeman von der linksgerichteten SPOZ-Partei unterstützt - einer Splittergruppe der Sozialdemokraten, die er früher einmal anführte.

In Tschechien nimmt der Präsident überwiegend repräsentative Aufgaben wahr, ist das Gesicht des Euro-Landes im Ausland, ernennt den Ministerpräsidenten und das Direktorium der Zentralbank sowie Verfassungsrichter. Der Respekt der zehn Millionen Tschechen ist ihm sicher. Klaus, der im März abtritt, hatte den Posten vom gefeierten anti-kommunistischen Dissidenten Vaclav Havel übernommen.

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