Konjunktur | Dienstag, 15. Januar 2013, 07:21 Uhr

Fed-Chef: Anhebung der Schuldenobergrenze ist wichtig

Ann Arbor US-Notenbankchef Ben Bernanke hat die Abgeordneten zur Anhebung der Schuldenobergrenze aufgefordert, um einen Staatsbankrott zu vermeiden.

"Es ist sehr sehr wichtig, dass der Kongress die notwendigen Maßnahmen ergreift und die Grenze erhöht, um eine Situation zu vermeiden, bei der unsere Regierung die Rechnung nicht bezahlt", sagte Bernanke am Montag auf einer Veranstaltung der Universität Michigan. Finanzminister Timothy Geithner stieß ins gleiche Horn. Sollte die Schuldengrenze nicht angehoben werden, dann drohe der US-Wirtschaft ein nicht wieder gutzumachender Schaden. Dies könnte zwischen Mitte Februar und Anfang März passieren.

Zuvor hatte bereits US-Präsident Barack Obama vor einer neuen Wirtschaftskrise als Folge des erbitterten Haushaltsstreits in den Vereinigten Staaten gewarnt. Obamas Demokraten und die Republikaner liegen seit Monaten wegen der Staatsschulden im Streit. Zum Jahreswechsel konnten sie nur mit einem Minimalkompromiss massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen abwenden, die ansonsten automatisch in Kraft getreten wären und ein großes Risiko für die Wirtschaft dargestellt hätten. Allerdings wurden die Sparmaßnahmen nur um zwei Monate verschoben, so dass der Streit darüber nun mit der Debatte über die Schuldengrenze von 16,4 Billionen Dollar wieder an Schärfe gewinnt. Denn ohne Anhebung stößt die weltgrößte Volkswirtschaft Ende Februar wie schon im Sommer 2011 an ihre gesetzlich vorgeschriebene Schuldengrenze.

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