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US-Währungshüter schließt mehr als drei Zinsschritte 2017 nicht aus
20. März 2017 / 13:45 / vor 5 Monaten

US-Währungshüter schließt mehr als drei Zinsschritte 2017 nicht aus

Chicago Federal Reserve Bank President Charles Evans takes a question during a round table with the media in Shanghai, China March 23, 2010.Nir Elias/File Photo

New York (Reuters) - Die US-Notenbank Federal Reserve könnte laut ihrem Führungsmitglied Charles Evans nach der jüngsten Zinserhöhung dieses Jahr noch zwei oder sogar drei Mal nachlegen.

Er bezeichnete am Montag zwei weitere Schritte als "absolut möglich". Je nach Konjunkturausblick könne es auch einer weniger oder einer mehr werden, betonte der Chef des Fed-Bezirks Chicago im Gespräch mit dem Sender Fox Business Network TV. Insgesamt vier Schritte in diesem Jahr seien drin, "falls die Dinge richtig ins Laufen kommen." Dabei spielten mehrere Faktoren eine Rolle - von der Haushaltspolitik bis hin zur Inflation. US-Präsident Donald Trump will die bereits rund laufende Konjunktur mit massiven Steuersenkungen und billionenschweren Investitionen anheizen. Das von Trump ausgegebene mittelfristige Wachstumsziel von vier Prozent nannte Evans jedoch zu hoch gegriffen.

Die Fed strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an, die jedoch seit längerer Zeit nicht erreicht wurde. Sie hat angesichts der praktisch erreichten Vollbeschäftigung im Land und der florierenden Konjunktur die Zinsen vorige Woche erstmals in diesem Jahr angehoben und zwei weitere Schritte für 2017 in Aussicht gestellt. Der Schlüsselsatz liegt seither in einer Spanne zwischen 0,75 und 1,0 Prozent. Der Beschluss fiel jedoch nicht einstimmig. Der Währungshüter Neel Kashkari vom Fed-Bezirk Minneapolis stimmte dagegen. Er begründete sein Nein damit, dass die Notenbank zunächst einen detaillierten Plan zum Abbau der aufgeblähten Bilanz vorlegen sollte, bevor sie die Zinszügel weiter straffe.

Dem Sender CNBC sagte er nun, in der Notenbank gebe es eine "lebhafte Debatte" über den Umgang mit der Bilanz. Vor Ausbruch der weltweiten Finanzkrise 2007/08 lag die Bilanzsumme der Fed bei 800 Milliarden Dollar. Mit dem massiven Ankauf von Staatsanleihen sowie Hypotheken- und anderen Wertpapieren wurde sie in den Folgejahren zur Stützung der Konjunktur auf 4,5 Billionen Dollar in die Höhe getrieben.

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