Ausland | Freitag, 1. Februar 2013, 07:38 Uhr

US-Vizepräsident Biden droht dem Iran im Atomstreit

Berlin Die US-Regierung hat dem Iran erneut gedroht und dringt auf Verhandlungen über das Atomprogramm.

"Wir werden Iran daran hindern, eine Nuklearwaffe zu bekommen", sagte US-Vizepräsident Joseph Biden der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagausgabe) laut Vorabbericht. Biden bot Gespräche und direkte Verhandlungen mit Teheran an, weil es "Zeit und Spielraum" für erfolgreiche Diplomatie gebe. "Aber dieses Fenster wird nicht unbegrenzt offen stehen", schränkte er ein.

Die Forderung nach direkten Gesprächen mit den USA war dem Iran immer besonders wichtig. Biden machte allerdings klar, dass Iran seinen internationalen Verpflichtungen gerecht werden müsse und für sein Verhalten auch die Beweispflicht habe. "Sie haben das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft verwirkt", so der Vizepräsident, "und sie werden weiter mit lähmenden Sanktionen und wachsendem Druck rechnen müssen."

Irans Nuklearprogramm gilt als eines der dringendsten sicherheitspolitischen Probleme weltweit. US-Präsident Barack Obama hatte im Herbst klargemacht, dass im Falle seiner Wiederwahl erneut der Versuch unternommen werden sollte, mit Iran eine Lösung über die nukleare Anreicherung zu erzielen.

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