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Trump nach Ausschreitungen bei Neo-Nazi-Demo in der Kritik
13. August 2017 / 09:30 / vor 2 Monaten

Trump nach Ausschreitungen bei Neo-Nazi-Demo in der Kritik

Demonstrators march on an Interstate 580 off-ramp to block traffic during a rally in response to the Charlottesville, Virginia car attack on counter-protesters after the "Unite the Right" rally organized by white nationalists, in Oakland, California, U.S., August 12, 2017. Picture taken August 12, 2017. REUTERS/Stephen Lam - RTS1BKS3

Charlottesville (Reuters) - US-Präsident Donald Trump ist nach gewaltsamen Auseinandersetzungen bei einer Demonstration von Rechtsextremen in der US-Stadt Charlottesville in die Kritik geraten.

Prominente Demokraten, Bürgerrechtler und auch einige Republikaner warfen Trump vor, die Rechtsextremen der “white supremacy”-Bewegung nicht explizit verurteilt zu haben. “Herr Präsident - wir müssen das Böse beim Namen nennen”, schrieb der republikanische US-Senator Cory Gardner am Wochenende auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Mindestens eine Frau war am Samstag ums Leben gekommen, als ein Auto Polizeiangaben zufolge in eine Gruppe von Gegendemonstranten raste. Neun weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

Auch die demokratische Oppositionsführerin Nancy Pelosi forderte von Trump eine Verurteilung der “white supremacy”-Bewegung als Affront gegen amerikanische Werte. Trump hatte zwar den “ungeheuerlichen Hass und Fanatismus” kritisiert, aber lediglich davon gesprochen, dass “viele Seiten” beteiligt waren. Der Gouverneur des Bundesstaates Virginia, Terry McAuliffe, machte Neo-Nazis für die Gewalt verantwortlich. Er rief den Ausnahmezustand über die Stadt aus. Bei den Auseinandersetzungen wurden der Polizei zufolge 30 Menschen verletzt.

In der Innenstadt von Charlottesville waren am Samstag Hunderte Menschen, die zum Teil Symbole von weißen Nationalisten trugen, mit einer ähnlichen Zahl von Gegendemonstranten aneinandergeraten. Mitglieder beider Gruppierungen trugen Helme und Schutzanzüge, einige schwenkten Holzpfosten. Die Rechtsextremen der “white supremacy”-Bewegung protestieren gegen die geplante Entfernung einer Statue von General Robert E. Lee, der im amerikanischen Bürgerkrieg die Truppen der Konföderierten anführte. Anhänger der ultra-nationalistischen Alt-Right-Bewegung, haben sich seit dem Wahlsieg Trumps verstärkt in der Öffentlichkeit gezeigt.

Das FBI hat mittlerweile die Ermittlungen übernommen, um zu untersuchen, ob gegen Bürgerrechtsgesetze verstoßen worden sei. Der Fahrer des Fahrzeugs, das Videobildern zufolge mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Gegendemonstranten raste, befindet sich Sicherheitskräften zufolge in Polizeigewahrsam. Bei der Getöteten handele es sich um eine 32-jährige Frau. Es seien Mordermittlungen aufgenommen worden. Wie die Luftfahrtbehörden mitteilten, kamen zudem beim Absturz eines Polizeihubschraubers in der Nähe zwei weitere Menschen ums Leben. Ob der Absturz mit den Unruhen zusammenhängt, war jedoch zunächst nicht klar.

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