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Trump bereitet weitere Schritte gegen Stahlimporte vor
20. April 2017 / 16:54 / vor 3 Monaten

Trump bereitet weitere Schritte gegen Stahlimporte vor

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DAY 89 / APRIL 18: President Donald Trump ordered a review of the U.S. visa program for bringing high-skilled foreign workers into the country, putting technology firms and the outsourcing companies that serve them on notice that possible changes may be ahead. Seeking to carry out a campaign pledge to put "America First," Trump signed an executive order on the H-1B visa program. It was vague on many fronts, but in a press briefing and a fact sheet the White House pointed toward basic goals. One objective, said Trump aides, is to modify or replace the current lottery for H-1B visas with a merit-based system that would restrict the visas to highly skilled workers. Indian nationals are the largest group of H-1B recipients annually. In addition to addressing the visas issue, he also ordered a government review of government procurement rules favoring American companies to see if they are actually benefiting, especially the U.S. steel industry. "With this action, we are sending a powerful signal to the world: We're going to defend our workers, protect our jobs and finally put America first," Trump said.Kevin Lamarque

Washington/Düsseldorf (Reuters) - US-Präsident Donald Trump plant weitere Abwehrmaßnahmen zum Schutz der heimischen Stahlindustrie.

Er werde prüfen lassen, ob Einfuhren in dem Sektor die nationale Sicherheit beeinträchtigen, kündigte Trump am Donnerstag an und unterzeichnete einen entsprechenden Erlass. Nach seinen Worten steht nicht allein China im Visier. Es handele sich um eine weltweite Untersuchung. Die Aktien der deutschen Branchengrößen Thyssenkrupp und Salzgitter gerieten unter Druck, während die von US-Konkurrenten zulegten.

Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann gab sich unterdessen wegen der von den USA bereits angekündigten Strafzölle kämpferisch. "Wir werden keine Tonne in die USA liefern, die mit diesem Zoll belegt sein wird", sagte er dem Magazin "Wirtschaftswoche".

Trump will die heimischen Hütten stärken. Das geplante Dekret basiere auf einem Gesetz, das Einfuhrbeschränkungen aus Gründen der nationalen Sicherheit erlaube, erläuterten Regierungsvertreter. Beim Stahl könne dies für die Panzerung von Schiffen zutreffen. Handelsminister Wilbur Ross beklagte, dass China inzwischen 26 Prozent des US-Stahlmarktes beherrsche. Sein Ministerium hat für die von Trump angestoßene Untersuchung neun Monate Zeit. Ross sagte aber, er erwarte schon deutlich früher ein Ergebnis.

Salzgitter Erwartet Keine "Blutspur in Der Bilanz"

Erst kürzlich hatten die USA europäische Stahlunternehmen aufs Korn genommen. Die Regierung wirft Salzgitter, der Dillinger Hütte und weiteren europäischen Unternehmen Dumpingpreise vor. Salzgitter muss deswegen künftig für Lieferungen von Grobblech Strafzölle von 22,9 Prozent zahlen. Konzernchef Fuhrmann hält dagegen: Die Vorwürfe seien absurd. Der US-Markt für Großrohre, die aus Grobblech geschmiedet werden, sei ohnehin nicht sehr ergiebig. "Das Thema wird keine Blutspur in unserer Bilanz hinterlassen."

Die Bundesregierung hat sich hinter die Unternehmen gestellt. Die EU-Kommission wird womöglich Mitte Mai entscheiden, wie sie gegen die Strafzölle vorgeht. Sie könnte den Fall vor die Welthandelsorganisation bringen.

Thyssenkrupp-Aktien gingen mit einem Minus von 1,7 Prozent aus dem Handel. Bei Salzgitter betrug der Verlust 0,9 Prozent. Auch die Furcht vor einer sinkenden Nachfrage und einem Stahl-Überangebot in China drücken seit Tagen auf die Stimmung in der Branche. Die Kurse von US-Stahlproduzenten lagen hingegen im Plus. U.S. Steel stiegen um 5,5 Prozent, AK Steel um 6,7 Prozent.

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