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Kandidat für Posten des Sicherheitsberaters sagt Trump ab
17. Februar 2017 / 05:55 / in 8 Monaten

Kandidat für Posten des Sicherheitsberaters sagt Trump ab

Washington (Reuters) - US-Präsident Donald Trump hat bei der Zusammenstellung seines Regierungsteams einen weiteren Rückschlag erlitten.

Vice Adm. Robert S. Harward, commanding officer of Combined Joint Interagency Task Force 435, speaks to an Afghan official during his visit to Zaranj, Afghanistan, in this January 6, 2011 handout photo. Sgt. Shawn Coolman/U.S. Marines/Handout via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. EDITORIAL USE ONLY - RTSYTT4

Sein Kandidat für den Posten des Nationalen Sicherheitsberaters, Robert Harward, habe das Angebot abgelehnt, sagte ein hochrangiger Vertreter des Präsidialamtes am Donnerstag. Er habe familiäre und finanzielle Gründe angegeben. Der frühere Vizeadmiral und Kommandeur der Elitetruppe Seals verantwortet inzwischen die Geschäfte des Rüstungskonzern Lockheed Martin in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Nach dem Rücktritt von Michael Flynn galt Harward als Favorit für das Amt. Insidern zufolge war ein weiterer Grund für die Absage, dass Harward sein eigenes Team mitbringen wollte. Trump aber habe Flynns Stellvertreterin K.T. McFarland zugesagt, dass sie im Amt bleiben könne.

Flynn nahm am Montag seinen Hut. Hintergrund sind seine Kontakte zum russischen Botschafter Sergej Kisljak noch vor Amtsantritt der Regierung. Damit könnte sich der frühere Generalleutnant strafbar gemacht haben. Trump wies nun erneut Berichte zurück, wonach Mitglieder seines Teams schon vor der Wahl Kontakte zum russischen Geheimdienst hatten. Die entsprechenden Nachrichten seien gefälscht, sagte Trump auf einer Pressekonferenz. Auf die Nachfrage, ob ihm Kontakte zwischen seinen Teammitgliedern und Russland vor der Wahl bekannt seien, antwortete Trump: “Niemand, von dem ich wüsste.” Die “New York Times” hatte berichtet, mehrere Wahlkampfmanager hätten im vergangenen Jahr Kontakte zu hochrangigen russischen Geheimdienstlern gehabt.

Die US-Geheimdienste waren im vergangenen Jahr zu dem Ergebnis gekommen, dass Russland hinter den Hackerangriffen auf die Demokratische Partei von Trumps Rivalin Hillary Clinton steht und damit die Wahlchancen des Republikaners erhöht werden sollten. Die Regierung in Moskau hat dies zurückgewiesen. Der Immobilienmilliardär erklärte nun außerdem, er habe keinerlei Geschäftsverbindungen nach Russland. “Mir gehört nichts in Russland. Ich habe keine Kredite in Russland. Ich habe keine Geschäfte in Russland”, sagte Trump.

Trump nutzte die Pressekonferenz erneut zu einem Angriff auf Journalisten. Die Presse sei außer Kontrolle, klagte er vor Medienvertretern. “Ihr seid unehrliche Leute.” Es gehe ihm aber nicht um “Schimpfen und Toben”. Ihm mache die Arbeit Spaß. Der Präsident stört sich nach eigenen Worten besonders an Medienberichten, die auf undichte Stellen im Regierungsapparat zurückgehen, etwa über die Kontakte zwischen Flynn und dem russischen Botschafter.

NACHFOLGER FLYNNS NOCH UNKLAR

Flynn galt als einer der wichtigsten Befürworter eines Annäherungskurses an Russland. Wer Nachfolger wird, ist noch unklar. In dieser Woche wurden als Kandidaten auch der frühere CIA-Direktor David Petraeus und Ex-General Keith Kellogg genannt, der den Posten bereits kommissarisch übernommen hat.

Wenige Tage nach Flynns Rücktritt warf auch Trumps designierter Arbeitsminister Andrew Puzder hin. Er lief Gefahr, im Senat durchzufallen. Trump nominierte am Donnerstag den Juristen Alexander Acosta für den Posten. Auch sein Kandidat für den Chefposten der Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt, stößt auf Widerstand. Als Justizminister des Ölstaates Oklahoma hat er die Behörde mehrmals verklagt. Seine Anhörung im Senat ist für Freitag geplant. Zuletzt zeichnete sich ab, dass er trotz der Bedenken gebilligt werden könnte.

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