Nach Newtown-Massaker: Obama will Sturmgewehr-Verkauf verbieten | Reuters
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Ausland | Donnerstag, 17. Januar 2013, 09:20 Uhr

Nach Newtown-Massaker: Obama will Sturmgewehr-Verkauf verbieten

Washington Knapp fünf Wochen nach dem Schulmassaker in Newtown mit 28 Toten hat US-Präsident Barack Obama konkrete Pläne zur Eindämmung der Waffengewalt vorgelegt.

"Wir können das nicht noch länger aufschieben", sagte Obama am Mittwoch. "An jedem Tag, an dem wir nicht handeln, sterben weitere Menschen durch Schusswaffen." Der Präsident, der sich schon am Tattag auch angesichts der 20 erschossenen Grundschüler mit Tränen in den Augen tief bestürzt gezeigt hatte, will unter anderem Waffenkäufer künftig vorab überprüfen lassen und den Verkauf von Sturmgewehren verbieten. Insgesamt legte Obama am Mittwoch eine lange Liste seiner Vorhaben vor, für die er zum Teil aber die Zustimmung des Kongresses braucht.

In der Vergangenheit hat die Waffenlobby NRA eine strengere Reglementierung des Waffenbesitzes in den USA stets zu verhindern gewusst. Auch nach dem Massaker in Newton rief sie mehr bewaffnete Wachleute zur Lösung des Problems aus. "Das einzige, was einen Bösewicht mit einer Waffe stoppt, ist ein guter Mensch mit einer Waffe", sagte NRA-Chef Wayne LaPierre.

Bei einem der schwersten Massaker in der US-Geschichte hatte am 14. Dezember ein schwer bewaffneter junger Mann während des Morgenunterrichts an der Sandy Hook Elementary School in der Kleinstadt Newtown das Feuer auf Mädchen und Jungen eröffnet. Dabei tötete er auch sechs Erwachsene. Anschließend erschoss er sich selbst. In der Nähe wurde später die Mutter des Täters entdeckt, die der Mann ebenfalls erschossen hatte.

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