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Parteimanager raten Trump vor TV-Debatte zu Strategiewechsel
19. Oktober 2016 / 11:18 / vor 10 Monaten

Parteimanager raten Trump vor TV-Debatte zu Strategiewechsel

Republican presidential nominee Donald Trump holds a campaign rally in Grand Junction, Colorado, U.S. October 18, 2016.Jonathan Ernst

Washington (Reuters) - Kurz vor der letzten Fernsehdebatte im US-Wahlkampf raten Parteimanager der Republikaner ihrem Kandidaten Donald Trump zu einem Strategiewechsel.

Trump dürfe sich nicht zu einer Schlammschlacht hinreißen lassen, sagte Parteistratege Charlie Black. Sein Kollege Scott Reed empfahl Trump, auf persönliche Attacken zu verzichten. In Umfragen liegt Trump deutlich hinter seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton. Zuletzt wurde ihm von mehreren Frauen sexuelle Belästigung vorgeworfen, was der Immobilienunternehmer zurückwies. Zudem beklagte er angebliche Wahlfälschungen. Präsident Barack Obama forderte Trump auf, "mit dem Gejammer aufzuhören".

Die auf eineinhalb Stunden angesetzte Debatte beginnt in der Nacht zu Donnerstag (03.00 Uhr MESZ). "Sie ist wichtig, wenn Trump überhaupt noch eine Chance haben will, ins Rennen zurückzufinden", sagte Black. Der Republikaner müsse sich inhaltlich zu Themen wie Arbeitsplätzen äußern. Reed sagte, Trump müsse eine Art Schlussplädoyer halten und sich wie ein Oberbefehlshaber präsentieren. Die Strategen der Demokraten halten dies aber für aussichtslos. Ein positiver Auftritt Trumps oder Fehler Clintons könnten den Verlauf des Rennens kaum ändern, sagte Steve Elmendorf.

In der vergangenen Woche sah sich Trump vor allem Vorwürfen ausgesetzt, er habe Frauen begrapscht, was er selbst zurückweist. Am Dienstababend wiederholte er zudem Vorwürfe, das Ergebnis würde in vielen Wahllokalen zugunsten Clintons manipuliert. Außerdem habe die Presse ein Manipulationssystem geschaffen und "die Gedanken der Wähler vergiftet". Obama warf Trump Verantwortungslosigkeit vor. Dieser solle lieber versuchen, Stimmen für sich zu gewinnen.

Clinton selbst muss vor allem Fragen befürchten, die sich auf die Nutzung ihres privaten E-Mail-Servers in ihrer Funktion als Außenministerin beziehen. Dort habe Clinton noch nicht für Klarheit gesorgt, sagte der demokratische Parteistratege Bud Jackson. "Sie muss es diesmal besser machen und sollte auf eine Überraschung vorbereitet sein." Die Präsidentenwahl findet am 08. November statt.

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