Ausland | Freitag, 30. November 2012, 09:21 Uhr

Weltbank: Teure Lebensmittel verschärfen Hunger

Washington Die Weltbank schlägt wegen der anhaltend hohen Nahrungsmittelpreise Alarm.

In den ärmsten Regionen drohten eine Ausweitung des Hungers und der Unterernährung, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Kreditgebers. Zwar sei eine weltweite Preiskrise wie vor vier Jahren offenbar abgewendet worden. Es bilde sich aber mittlerweile eine "neue Norm" heraus, dass Lebensmittel teuer sind. "Die Welt kann es sich nicht leisten, sich an hohe und schwankende Nahrungspreise zu gewöhnen oder gar damit zufrieden zu geben", warnten die Autoren.

Ihren Angaben zufolge haben sich die Nahrungspreise seit den Spitzenständen im Juli mittlerweile zwar stabilisiert. Sie liegen aber noch immer sieben Prozent höher als vor einem Jahr. Bei den Getreidepreisen beträgt das Plus sogar zwölf Prozent. Sie sind damit nicht weit entfernt von ihrem Rekordniveau im Jahr 2008, als es wegen der massiven Verteuerung zu Unruhen in Asien und Afrika kam. Nach Auskunft der Vereinten Nationen leiden schätzungsweise weltweit 870 Millionen Menschen an chronischer Unterernährung.

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