Iran bestellt französischen Botschafter ein
Teheran (Reuters) - Der Iran hat den französischen Botschafter ins Außenministerium einbestellt, um gegen die angebliche Unterdrückung von Demonstrationen am Vorabend des Nationalfeiertags zu protestieren.
Die amtlichen Medien der Islamischen Republik berichteten am Donnerstag, am Vorabend des 14. Juli habe die französische Polizei eine große Zahl von Menschen verprügelt und festgenommen, die gegen die Politik von Präsident Nicolas Sarkozy protestiert hätten. "Die umfassende Unterdrückung von Protesten gegen die Politik Sarkozys hat eine nicht hinnehmbare Menschenrechtssituation geschaffen, gegen die die Islamische Republik protestiert", erklärte ein leitender iranischer Regierungsvertreter Botschafter Bernard Poletti.
Die französische Polizei hatte in der Nacht zum Dienstag bei Krawallen in verarmten Vorstädten 240 Menschen festgenommen. Ein Dutzend Polizisten wurden nach offiziellen Angaben bei dem Einsatz verletzt.
Frankreich hatte im Juni massive Kritik an dem gewaltsamen Vorgehen iranischer Sicherheitskräfte gegen Demonstranten geäußert, die gegen das offizielle Ergebnis der Präsidentenwahl vom 12. Juni demonstrierten. Sarkozy hatte damals gesagt, dass iranische Volk verdiene eine bessere Führung als die gegenwärtige.
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