Briten: Offensive in Süd-Afghanistan erfolgreich beendet
London (Reuters) - Die britischen Streitkräfte in Süd-Afghanistan haben ihre Offensive gegen die Taliban beendet und als Sieg bewertet.
"Wir haben Bedeutendes erreicht, und ich bin absolut sicher, dass unser Einsatz erfolgreich war", sagte der Kommandeur der britischen Truppen in der Provinz Helmand, Brigadegeneral Tim Radford, am Montag per Videoschaltung nach London. Den Taliban seien "physisch und psychologisch schwere Verluste" zugefügt worden. Etliche Extremisten hätten sich ergeben oder seien geflüchtet. Genaue Zahlen über getötete oder gefangengenommene Gegner nannte Radford nicht. Die Truppen hätten es bei der Offensive mit etwa 500 Taliban zu tun gehabt. Der Einsatz diente der Sicherung der Präsidentenwahl im August.
An der fünfwöchigen Operation "Pantherkralle" hatten sich etwa 3000 britische Soldaten beteiligt. Sie wurden unter anderem von amerikanischen und dänischen Verbänden unterstützt. Es war der größte britische Militäreinsatz seit Übernahme der Verantwortung für Helmand Mitte 2006.
Zugleich war der Juli für die britischen Truppen der verlustreichste Monat seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes vor siebeneinhalb Jahren. Wenige Stunden nach Verkündung des Endes der Offensive wurden zwei weitere Soldaten aus dem Königreich getötet, so dass die Zahl der in diesem Monat gefallenen Briten auf 22 stieg.
Premierminister Gordon Brown würdigte das Ergebnis der Offensive. "Wir haben die Taliban zurückgeworfen und damit begonnen, die Kette der Terrors zu zerschlagen, die die Berge von Afghanistan und Pakistan mit den britischen Straßen verbindet." Der politisch ohnehin angeschlagene Brown steht wegen der Verluste in Afghanistan unter Druck der Opposition und einiger Kommandeure, die über unzureichende Ausrüstung ihrer Soldaten klagen.
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