USA erhöhen mit Visa-Limit Druck auf Putschisten in Honduras

Mittwoch, 26. August 2009, 07:08 Uhr
 

Washington (Reuters) - Die USA erhöhen mit einer strikten Visums-Politik den Druck auf die Übergangsregierung in Honduras.

Von Mittwoch an würden in der US-Botschaft in Tegucigalpa lediglich die Einreiseanträge von potenziellen Immigranten oder Notfällen bearbeitet, teilte das Außenministerium in Washington am Dienstag mit. Die Entscheidung sei eine Konsequenz aus der Weigerung der Übergangsregierung, die vom costaricanischen Präsidenten Oscar Arias im Streit über die Absetzung Manuel Zelayas ausgehandelte Kompromisslösung zu akzeptieren. Zudem solle sie die Verhandlungsposition einer Delegation der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) stärken, die sich seit Wochenbeginn in Honduras um die Zustimmung der Übergangsregierung zu dem sogenannten San Jose-Abkommen bemühe. Diese Vereinbarung sei die beste Lösung, hieß es weiter.

Zelaya war im Streit über eine zweite Amtszeit Ende Juni vom Militär außer Landes gebracht worden. Die USA und die OAS hatten dies wiederholt verurteilt. Das im vergangenen Monat vom Friedensnobelpreisträger Arias ausgehandelte Abkommen von San Jose erlaubt Zelaya die Rückkehr in sein Amt bis zu den Wahlen Ende November. Im Gegenzug soll der gestürzte Präsident darauf verzichten, sich über eine Verfassungsänderung eine längere Amtszeit zu sichern. Die Übergangsregierung schließt eine Rückkehr Zelayas ins Amt kategorisch aus.