Magazin: Israel will Subventionen vom Bund für U-Boot-Kauf

Samstag, 3. Oktober 2009, 17:07 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Israel verlangt von der Bundesregierung einem Magazinbericht zufolge Subventionen für den Kauf eines weiteren deutschen Brennstoffzellen-U-Boots.

Israel wolle bei der zu ThyssenKrupp gehörenden HDW-Werft ein sechstes U-Boot der Dolphin-Klasse bestellen und dafür wie bei den bisherigen Schiffen millionenschwere Unterstützung aus dem Bundeshaushalt bekommen, berichtete der "Spiegel" am Samstag vorab. Für das vierte und fünfte Boot, die derzeit in Kiel gebaut werden, zahle der Bund bereits bis zu 333 Millionen Euro, etwa ein Drittel der Kosten. Die ersten drei U-Boote, die 1999 und 2000 ausgeliefert wurden, seien mit 1,1 Milliarden Euro subventioniert worden.

Die rund 500 Millionen Euro teuren U-Boote der Dolphin-Klasse werden mit modernen Brennstoffzellen angetrieben, mit denen sie besonders lange tauchen können. Kritiker befürchten, dass Israel die deutschen Boote als Träger für möglicherweise mit Atomwaffen bestückte Marschflugkörper einsetzen könnte. Die Bundesregierung hatte den Bau des sechsten Bootes 2006 genehmigt.