EU verhängt Sanktionen gegen Militärregime in Guinea
Luxemburg (Reuters) - Nach der gewaltsamen Niederschlagung von Demonstrationen in Guinea vor einem Monat hat die Europäische Union ein Waffenembargo gegen das westafrikanische Land verhängt.
Die EU-Außenminister beschlossen zudem bei ihrem Treffen am Dienstag in Luxemburg, einzelnen Verantwortlichen des gewaltsamen Vorgehens Einreiseverbote zu erteilen und deren Vermögenswerte einzufrieren.
Guineas Sicherheitskräfte hatten im September mindestens 157 Menschen getötet, die gegen Militärherrscher Moussa Dadis Camara protestiert und seinen Rücktritt gefordert hatten. Etwa 1200 Personen wurden verletzt. Die internationale Gemeinschaft verurteilte das Vorgehen der Militärregierung. Die USA und die EU forderten Camara, der durch einen Putsch im Dezember an die Macht gekommen war, zum Rücktritt auf. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag leitete Ermittlungen ein.
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