Zustimmung für Sarkozy sinkt nach Turbulenzen um Sohn

Dienstag, 3. November 2009, 19:12 Uhr
 

Paris (Reuters) - Die Turbulenzen um seinen Sohn kosten den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy Sympathien bei den Bürgern.

Die Zustimmung für den Staatschef sank um sechs Punkte auf 39 Prozent, wie das Ifop-Institut für die Wochenzeitung "Paris Match" ermittelte. Besonders habe Sarkozy bei den Anhängern der eigenen Partei UMP, der extremen Rechten und bei Wählern unter 35 Jahren eingebüßt, hieß es in der am Dienstag vorab veröffentlichten Umfrage. In diesen Gruppen sei die Zustimmung für Sarkozy um bis zu zehn Prozent gefallen.

Der 23-jährige Kommunalpolitiker und Jurastudent Jean Sarkozy wollte Chef der für das Pariser Geschäftsviertel La Defense zuständigen Behörde werden. Die Affäre ist aber nur einer von mehreren Punkten, die das Ansehen des Präsidenten nach Einschätzung der Meinungsforscher beeinträchtigt. So werden dem Kultusminister Frederic Mitterrand Sextourismus und dem Innenminister Brice Hortefeux Rassismus vorgeworfen. Hinzu kommen wachsender Unmut innerhalb der UMP-Fraktion in der Steuer- und der Regionalpolitik. Streit gibt es zudem über eine geplante CO2-Steuer, die die Energiepreise verteuern wird.