US-Diplomat trifft Nobelpreisträgerin Suu Kyi in Birma
Rangun (Reuters) - Die in Birma unter Hausarrest stehende Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat in Rangun überraschend einen US-Spitzendiplomaten getroffen.
Die Militärregierung gestattete der Oppositionschefin am Mittwoch, für etwa zwei Stunden mit dem im US-Außenministerium für Ost- und Südostasien zuständigen Diplomaten Kurt Campbell zusammenzukommen. Campbell ist seit 14 Jahren der ranghöchste US-Politiker, der im Auftrag der Regierung in Washington nach Birma reiste.
Über den Inhalt des Gesprächs wurde nichts bekannt. Bei einem gemeinsamen Fototermin lehnten es der Diplomat und die Nobelpreisträgerin ab, Fragen zu beantworten.
Campbell erklärte vor dem Abflug seiner Delegation, die USA strebten engere Beziehungen zur Militärregierung in Birma an, sofern diese "konkrete Schritte" unternehme. Er habe bei seinen Gesprächen mit Regierungsvertretern während des zweitägigen Besuchs stets klar gemacht, dass Birma die Menschenrechte respektieren und sich zu einer Demokratie entwickeln müsse.
Das Regime erhofft sich offenbar eine Lockerung westlicher Sanktionen, indem es bislang streng untersagte Treffen von Diplomaten mit Suu Kyi gestattet. Die USA hatten im September erklärt, sie wollten sich stärker um die Unterstützung demokratischer Reformen in Birma, das offiziell Myanmar heißt, bemühen.
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