Wissenschaftler: China gibt grünes Licht für Gen-Reis
Peking (Reuters) - China hat Wissenschaftlern zufolge grünes Licht für den Anbau einer genetisch veränderten Reis-Sorte gegeben.
Der weltgrößte Produzent und Konsument des Getreides könnte damit den schädlingsresistenten "Bt-Reis" in zwei bis drei Jahren in großem Stil anbauen, sagten zwei Mitglieder der zuständigen Zulassungsbehörde am Freitag. Diese lehnte eine Stellungnahme ab. China exportiert relativ wenig seiner Reis-Produktion, die sich in den vergangenen zwölf Monaten auf fast 60 Millionen Tonnen belief. Gen-Reis-Ausfuhren dürften im Ausland strengsten Prüfungen unterliegen. Die EU-Kommission hatte China bereits im Sommer zu verstärkten Exportkontrollen bei Reisprodukten wie Babynahrung aufgefordert.
Hintergrund ist die Befürchtung, dass in den Lieferungen Spuren der Reis-Sorte "Bt-63" sein könnten. Dieser Reis ist in der EU nicht zugelassen. China hatte in der vergangenen Woche eine Sorte Gen-Mais und damit erstmals ein in seinen Erbanlagen verändertes Getreide zugelassen. Bisher sind bereits Gen-Tomaten, -Papaya und -Baumwolle erlaubt.
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