China: Sind wegen Iran zunehmend besorgt

Dienstag, 16. März 2010, 08:41 Uhr
 

Peking (Reuters) - Die chinesische Regierung hat sich zunehmend beunruhigt über den Atomstreit mit dem Iran gezeigt.

"Chinas Sorgen wegen der gegenwärtigen Lage haben zugenommen", sagte Außenminister Yang Jiechi am Dienstag vor Journalisten. Die Wirksamkeit weiterer Sanktionen, wie etwa von Bundeskanzlerin Angela Merkel gefordert, bezweifelte Yang jedoch. Die Volksrepublik strebe weiter nach einer diplomatischen Lösung, sagte er.

China, das einen wichtigen Teil seiner Rohstoffe aus der Islamischen Republik bezieht, spielt als ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat mit Vetorecht eine entscheidende Rolle bei etwaigen Beschlüssen zum Iran. Die Regierung in Teheran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms den Bau von Nuklearwaffen anzustreben. Das Land bestreitet das, verweigert aber internationale Kontrollen seiner Atomanlagen.

Merkel hatte am Montag in Berlin gesagt, sie habe deutlich gemacht, "dass wir jetzt in die Phase kommen, wo es Sanktionen gegen den Iran geben sollte". Der Iran habe alle konstruktiven Angebote für eine Lösung des Streits über das Atomprogramm ausgeschlagen.