Sechs Tote in Mosambik - Protest gegen hohe Brotpreise

Mittwoch, 1. September 2010, 15:28 Uhr
 

Maputo (Reuters) - Bei Protesten gegen steigende Brotpreise sind in Mosambik am Mittwoch mindestens sechs Menschen getötet worden, darunter zwei Kinder.

Die Polizei setzte nach eigenen Angaben Tränengas gegen die Demonstranten ein. Nachdem Gummigeschosse ausgegangenen seien, sei auch scharfe Munition verwendet worden. Die Proteste in einem Armenviertel der Hauptstadt Maputo richteten sich offenbar gegen die Entscheidung der Regierung, in Folge der weltweit gestiegenen Weizenpreise Brot um 30 Prozent zu verteuern.

Die Polizei sprach offiziell von drei Toten, nach informellen Angaben aus Polizeikreisen und von Krankenhaus-Mitarbeitern wurden mindestens sechs Menschen getötet. Bei den schlimmsten Ausschreitungen in Mosambik seit sechs Jahren setzten die Demonstranten Reifen in Brand, blockierten Straßen und plünderten vereinzelt Geschäfte. Das südafrikanische Land gehört zu den ärmsten Staaten der Welt. Die Bevölkerung dort klagt ohnehin seit längerem über steigende Preise für Benzin und andere Güter des täglichen Bedarfs. 2008 wurden bei ähnlichen Protesten mindestens sechs Menschen getötet.