Syrien: Extremisten sprengen Gas-Pipeline in die Luft

Dienstag, 3. Januar 2012, 12:31 Uhr
 

Beirut (Reuters) - In Syrien hat nach Darstellung der staatlichen Nachrichtenagentur eine Terrorgruppe eine Gas-Pipeline nahe der zentral gelegenen Stadt Rastan in die Luft gesprengt.

Mit dem Anschlag sei die Versorgung von zwei Kraftwerken unterbrochen worden, meldete die Staatsagentur am Dienstag. Die täglichen Stromabschaltungen würden nun um eine Stunde verlängert. Es handelt sich um den vierten Anschlag auf eine Gas-Pipeline in Syrien seit Beginn des Aufstands gegen Präsident Baschar al-Assad im März 2011. Die syrische Führung bezeichnet in der Regel Aufständische als Terroristen oder bewaffnete Banditen.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind in Syrien in den vergangenen zehn Monaten mehr als 5000 Menschen bei der Niederschlagung von Protesten getötet worden. Eine Gruppe von Beobachtern der Arabischen Liga hält sich derzeit in Syrien auf, um die Umsetzung eines Friedensplan zu überwachen. Der französische Außenminister Alain Juppe zog allerdings in Zweifel, dass sich die Beobachter ein unabhängiges Bild von der Lage machen können. Mit Spannung warte er daher auf den Bericht der Arabischen Liga, der in den kommenden Tagen veröffentlicht werden soll. Zugleich rief Juppe Russland auf, seinen Widerstand im UN-Sicherheitsrat aufzugeben und eine härtere Gangart gegen Syrien zu unterstützen.