Clinton fordert entschlossene Umsetzung der Iran-Sanktionen

Mittwoch, 29. Februar 2012, 11:36 Uhr
 

Washington (Reuters) - US-Außenministerin Hillary Clinton hat eine entschlossene Umsetzung der verschärften Iran-Sanktionen gefordert.

Gleichzeitig äußerte sie aber Verständnis, dass einige Länder nicht schlagartig ihre Ölimporte aus dem Iran stoppen könnten und es schwierig sei, Alternativen zu finden. Für Japan etwa sei dies nach dem Erdbeben und der Atomkatastrophe nicht leicht, sagte Clinton vor einem Senatsausschuss am Dienstagabend. Trotzdem zählten das asiatische Land wie auch die Mitglieder der Europäische Union zu den Staaten, die sich mit "am auffälligsten" bei der Verabschiedung neuer Sanktionen gegen die Islamische Republik hervorgetan hätten.

Auch in Dubai hat offenbar erstmals eine Bank ihre Zusammenarbeit mit dem Iran beendet. Aus Regierungskreisen der Vereinigten Arabischen Emirate und aus Kreisen des Instituts verlautete am Mittwoch, dass die Noor Islamic Bank keine Geschäfte mit dem Land mehr betreibe. Damit solle der Druck auf die Regierung in Teheran erhöht werden, ihr Atomprogramm zu stoppen.

Zugleich gab der Iran bekannt, nun auch Gold von Handelspartnern als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Der Iran werde sich nicht nur auf den Dollar beschränken, deswegen könne ein Land in seiner eigenen Währung oder eben in Gold zahlen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Irna Notenbankchef Mahmud Bahmani.

 
U.S. Secretary of State Hillary Clinton gestures while testifying before the Senate Appropriations Committee about "The FY2013 Budget Request for the Department of State and Foreign Operations" on Capitol Hill in Washington, February 28, 2012.   REUTERS/Larry Downing       (UNITED STATES - Tags: POLITICS)