Griechischer Banker stürzt sich von Akropolis in den Tod
Athen (Reuters) - In Griechenland äußert sich die steigende Selbstmordrate immer dramatischer: Am Donnerstag stürzte sich ein Banker vor den Augen von Touristen von der Akropolis, der bekanntesten Attraktion des taumelnden Euro-Landes.
Der Mann in den 40ern arbeitete beim angeschlagenen staatlichen Agrar-Institut ATEbank. Der Banker sei noch am Morgen zu Arbeit erschienen, habe dann aber eine Pause genommen und sei nicht mehr zurückkehrt, erklärte die Polizei. Ein Abschiedsbrief sei nicht gefunden worden.
Die wachsende Zahl der Selbstmorde spiegelt die zunehmende Verzweiflung der Griechen wieder, die unter Rezession, Massenarbeitslosigkeit und drastischen Ausgabenkürzungen der Regierung leiden. Allein 2011 töteten sich ein Viertel mehr Griechen als im Vorjahr. Immer mehr greifen auf Antidepressiva und psychiatrische Hilfe zurück. Die neue Regierung unter Führung der Konservativen nennt die Belastungen durch den Spar- und Reformkurs untolerierbar und setzt sich bei den Geldgebern für eine Lockerung der Auflagen ein.
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